Saatgutversorgung Sommergetreide Frühjahr 2019 durch Vermehrer gesichertAutor am 3. Januar 2019


Niedersachsens Saatgutvemehrung legt deutlich zu – auf 3.977 ha.

Während die Wintergetreidevermehrung aus Witterungsgründen reduziert wurde, was einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr von 1,5 % entspricht, wurde die Sommergetreidevermehrung um fast 25 % oder 3.977 ha ausgeweitet und liegt nun bei 20.020 ha in Deutschland. Zunächst konnte diese Reaktion, ausgehend von schwierigen Aussaatbedingungen im Herbst besonders im Norden und im Brandenburg, als überzogen betrachtet werden. Vermutlich war die sehr angespannte und teilweise schwierige Engpasssituation bei Sommergetreidesaatgut im Frühjahr 2017 noch in vielen Züchterhäusern und VO-Firmen zu präsent. Die extreme Trockenheit und Hitze führte dann auch beim Sommergetreide zu erheblichen Ertragseinbußen, so dass damit eine Relativierung einherging.

Höchster Vermehrungsumfang in Deutschland seit Jahr 2009

Die Vermehrung von Sommergetreide in Niedersachsen hat mit 2.855 ha gegenüber dem Vorjahr um rund 430 ha zugenommen. Zurzeit (Stand: 30.01.2019) sind in Niedersachsen rund 90.000 dt an Sommergetreidesaatgut anerkannt, wovon rund 2/3 auf Sommergerste entfallen.

Bis auf Sommerweizen haben wir bei allen Fruchtarten überdurchschnittliche Aberkennungsraten, insbesondere bei Sommertriticale und Hafer, aber auch bei rund 8 % der

vorgestellten Sommergerstepartien musste zunächst eine Anerkennung versagt werden. Die Aberkennungsgründe sind auf Mängel in der Keimfähigkeit, im Besatz und mitunter auch auf Reinheit zurückzuführen, wobei die Mängel im Besatz und in der Reinheit überwiegen, so dass im Zuge von erneuten Aufbereitungsmaßnahmen eine Reihe von Partien noch die gesetzlichen Grenzwerte erreichen bzw. überschreiten werden. Ergänzend sei darauf hingewiesen, dass auch bei den Großkörnigen Leguminosen insbesondere durch mangelnde Keimfähigkeit und teilweise durch Besatz mit lebenden Schädlingen erhöhte Aberkennungsraten zu verzeichnen sind.

Saatguterzeuger Niedersachsen sicher: bei Sommergetreide ausreichende Versorgungslage

Bezüglich Ackerbohnen ist per Notverordnung befristet (30.04.2019) bereits für bestimmte Sorten (Fanfare, Fuego und Tiffany) und bestimmte Mengen (1.660 t) die Keimfähigkeitsnorm auf 70 % herabgesetzt worden. Die hiesige Anerkennungsstelle hat dies bereits umgehend nach Bekanntwerden umgesetzt. Insgesamt erwarten wir aber dennoch bei Sommergetreide eine ausreichende Versorgungslage mit Saatgut.

Am ehesten könnte es noch knapp bei der Spezialfrucht Sommerhafer werden.

Quelle: Aus Rundschreiben Nr. 1 in 2019 Verband Niedersächsischer Saatguterzeuger (VNS)

Landesverband der Saatkartoffel-Erzeugervereinigungen BayernVerband Niedersächsischer Saatguterzeuger e. V.

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